Warum sich Weine im Preis unterscheiden, und wie Sie das Ihren Gästen einfach erklären können

Jede Flasche Wein beginnt mit einer wichtigen Entscheidung im Weinberg: Wird von Hand oder mit der Maschine geerntet? Diese Entscheidung ist kein Zufall, sondern eine bewusste Wahl jedes Winzers, die sich direkt auf den Charakter, die Qualität und letztlich auch auf den Preis des fertigen Weins auswirkt. Beide Erntemethoden haben ihre Berechtigung, je nachdem ob es um einen unkomplizierten Alltagswein oder einen anspruchsvollen Spitzenwein geht. Wer diese Zusammenhänge kennt, kann Gästen am Tisch nachvollziehbar erklären, warum ein Wein sein Geld wert ist.

Eine Person schneidet Trauben an einem Weinstock.
© Nußbaumer

Handlese
Präzision in jedem Griff

Bei der Handlese ernten erfahrene Erntehelfer die Trauben einzeln vom Rebstock. Dabei können sie genau erkennen, welche Trauben reif und gesund sind. Beschädigte oder unreife Trauben bleiben hängen. Dieser Aufwand kostet viel Zeit und Personal, doch er zahlt sich in der Qualität aus. Besonders in steilen Weinbergen, in denen Maschinen gar nicht fahren können, ist die Handlese oft die einzige Möglichkeit. Deshalb wird sie häufig bei anspruchsvollen Lagen und hochwertigen Weinen eingesetzt, bei denen jede Traube zählt.

Maschinenlese
Effizient und zuverlässig

Bei der Maschinenlese übernehmen spezielle Erntemaschinen die Arbeit. Sie fahren über die Rebzeilen und schütteln die Trauben von den Stöcken. Das geht deutlich schneller als von Hand und ist dadurch auch günstiger. Moderne Erntemaschinen sind heute technisch sehr weit entwickelt und liefern zuverlässig gute Qualität, vor allem auf ebenen Flächen mit größeren Anbaugebieten. Deshalb eignet sich die Maschinenlese besonders gut, um zuverlässig gute und gleichzeitig bezahlbare Alltagsweine herzustellen.

Eine Person schneidet Trauben an einem Weinstock.
© Matthias Boeckel - Pixabay

Für Sie als Gastronom oder Hotelier ist dieses Hintergrundwissen ein echter Mehrwert im Gästekontakt. 
Es hilft Ihnen, Ihren Gästen einfach und nachvollziehbar zu erklären, warum ein Wein teurer oder günstiger ist, ganz egal ob es sich um Ihren einfachen Hauswein oder eine hochwertige Spitzenlage handelt. 
Ihre Gäste schätzen es, wenn Sie ihnen solche Zusammenhänge erklären, das schafft Vertrauen und wertet Ihren Service zusätzlich auf.

Warum das für Ihren Betrieb wichtig ist?

Zwei Wege, ein Ziel

Ob Handlese oder Maschinenlese, am Ende zählt für Ihre Gäste vor allem eines: der Wein muss überzeugen. Beide Erntemethoden haben ihre Stärken und ihre Berechtigung, je nachdem welches Ziel ein Winzer verfolgt. Wer diesen Unterschied kennt, versteht Wein nicht nur besser, sondern kann ihn auch überzeugender präsentieren, ganz gleich ob auf der Hausweinkarte oder bei der Spitzenlage. So wird aus einem einfachen Glas Wein eine kleine Geschichte, die Ihre Gäste gerne hören.

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Hand oder Maschine, wie die Ernte die Qualität und den Preis bestimmt.